Aktuelles

Hier finden Sie Fachinformationen und Stellungnahmen, die von unseren Steuerberatern für Sie erstellt wurden. Außerdem berichten wir über Themen rund um die Kanzlei.

April 2019

Veranstaltungsreihe „gut vorbereitet“

Die Themen

Extras für Mitarbeiter

Gestaltungsmöglichkeiten, wie Sie Ihren Mitarbeitern steuerbegünstigte Zuwendungen zukommen lassen können.
Referent: Klaus Kopp

Aktuelles Steuerrecht und Neuerungen in 2019

Was ändert sich für Unternehmer und Privatpersonen in 2019?
Referent: Michael Heiss

Digitalisierung – einfach erklärt

Was bedeutet Digitalisierung, welche technologischen Entwicklungen sind maßgebend und wie wird unsere Zukunft davon beeinflusst?
Referent: Michael Willers

Die Veranstaltungsorte

  • Korb 2. April 2019 ab 18.00 Uhr
  • Sindelfingen 3. April 2019 ab 18.00 Uhr
  • Karlsruhe 4. April 2019 ab 18.00 Uhr

Download der Präsentationen

Hier können Sie die Präsentationen herunterladen.

 

Einladung

Home-Office und Unfallschutz

Editorial zum tax-i März 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Arbeitnehmer, die in einem Home- Office arbeiten, genießen keinen umfassenden Unfallschutz, wenn sie sich in ihrem Haus bewegen. Dies hat das Bundessozialgericht im Falle einer Beschäftigten entschieden, die aufgrund einer Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber an einem Telearbeitsplatz im Dachgeschoss ihres Hauses arbeitete. Sie rutschte auf dem Weg zu der im Stockwerk darunter befindlichen Küche auf der Treppe aus, als sie Wasser zum Trinken holen wollte.

Nach Auffassung des Gerichts handelte es sich nicht um einen Arbeitsunfall. Zum Unfallzeitpunkt habe die Arbeitnehmerin weder eine versicherte Tätigkeit ausgeübt, noch habe sie sich auf einem Betriebsweg befunden. Der Weg zur Küche sei im eigenen Interesse und nicht in Ausübung der versicherten Tätigkeit zurückgelegt worden. Die Arbeitnehmerin habe sich auch nicht auf einem versicherten Weg zum Ort der Nahrungsaufnahme befunden und sei nicht durch eine Wegeunfallversicherung geschützt gewesen.

Das Gericht sah darin auch keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung gegenüber Versicherten, die außerhalb des Wohngebäudes ihre Beschäftigung ausüben und auf dem Weg zur Nahrungsaufnahme oder zum Einkauf von Lebensmitteln für den alsbaldigen Verzehr am Arbeitsplatz geschützt sind.

Michael Heiss

Michael Heiss,
Steuerberater
Sindelfingen, März 2017

Erschienen in tax-i
Ausgabe März 2017

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  • Termine März/April
  • Keine Eigenbedarfskündigung ohne ernsthafte Nutzungsabsicht
  • Das neue Arbeitnehmer­überlassungs­gesetz
  • und weitere Themen
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Doppelbesteuerung verfassungswidrig

Editorial zum tax-i Februar 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

die doppelte Besteuerung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen ist verfassungswidrig.

Mit dem Alterseinkünftegesetz wurde eine Regelung geschaffen, nach der Beamtenpensionen und Renten aus der Sozialversicherung gleichmäßig behandelt werden. Dabei war zu verhindern, dass es zu einer doppelten Besteuerung kommt. Altersbezüge dürfen nicht besteuert werden, soweit sie aus Beitragszahlungen von bereits versteuertem Einkommen stammen. Das Verbot der doppelten Besteuerung ist strikt zu beachten.

Die Prüfung kann nicht bereits während der Beitragsphase, sondern erst beim späteren Rentenbezug vorgenommen werden. Das Vorliegen einer doppelten Besteuerung ist durch den Rentenempfänger nachzuweisen.

Hinweis: Es empfiehlt sich daher, sämtliche Unterlagen aufzubewahren, durch die eine doppelte Besteuerung nachgewiesen werden kann, wie beispielsweise Einkommensteuerbescheide und Beitragsnachweise.

Alexander Käser

Alexander Käser,
Steuerberater
Sindelfingen, Februar 2017

Erschienen in tax-i
Ausgabe Februar 2017

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  • Termine Februar/März
  • Abziehbarkeit von Verlusten aus einer nebenberuflichen Übungsleitertätigkeit
  • Gewinne aus der Teilnahme an Poker­turnieren können gewerbliche Einkünfte sein
  • und weitere Themen
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Elektronische Kassensysteme

Editorial zum tax-i Januar 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

ab dem 1. Januar 2017 sollten nur noch elektronische Kassensysteme eingesetzt werden, die Einzelumsätze aufzeichnen. Diese Aufzeichnungen müssen dann mindestens zehn Jahre aufbewahrt werden. Damit läuft eine Übergangsregelung aus, wodurch Unternehmen in bargeldintensiven Branchen möglicherweise größere Investitionen vornehmen müssen.

Seit einigen Jahren schon sind Unternehmer, die digitale Kassen einsetzen, angehalten, jeden Einzelumsatz durch die Kasse aufzeichnen zu lassen, zu speichern und mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Die so erzeugten digitalen Unterlagen müssen innerhalb der Aufbewahrungsfrist jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar archiviert werden.

Bislang brauchten Unternehmer diese Anforderungen nicht erfüllen, wenn sie ein altes Kassensystem eingesetzt haben, das den aktuellen Vorgaben nicht entspricht und nachweislich auch nicht entsprechend aufgerüstet werden kann. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 ist diese Möglichkeit entfallen. Damit reicht eine Aufbewahrung des sogenannten Z-Bons nicht mehr aus, wenn die einzelnen Tagesbuchungen durch dessen Ausdruck gelöscht werden.

Wichtig für alle Unternehmer, die eine elektronische Registrierkasse verwenden, ist die Unveränderbarkeit der gespeicherten Daten ("Manipulationssicherheit"). Kassenhersteller dürfen nicht ermöglichen, dass die Daten so verändert oder gelöscht werden können, dass der ursprüngliche Inhalt nicht mehr feststellbar ist. Eine Möglichkeit dafür ist das INSIKA-Verfahren (Integrierte Sicherheitslösung für messwertverarbeitende Kassensysteme), durch das alle Daten signiert werden. Damit können nachträgliche Veränderungen erkannt werden. Der Schlüssel wird durch eine Chipkarte erzeugt.

Eine Registrierkassenpflicht soll es aber nach wie vor nicht geben. Unternehmer, die keine manipulationssichere Registrierkasse verwenden wollen, können daher wie bisher eine offene Ladenkasse führen. Sie setzt voraus, dass die Kassenbestände täglich gezählt und die Tageseinnahmen ausgehend vom tatsächlichen Kassenbestand ermittelt werden, sofern nicht sämtliche Einzeleinnahmen aufgezeichnet werden. Ein täglich zu führendes Zählprotokoll sowie ein ordnungsgemäß geführtes Kassenbuch sind dafür erforderlich.

Hinweis: Elektronische Kassen nimmt der Gesetzgeber mit dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen weiterhin in den Fokus. Die verschärften Neuerungen sind jedoch ab 1. Januar 2017 noch nicht zu berücksichtigen.

Michael Heiss

Michael Heiss,
Steuerberater
Fachberater für internationales Steuerrecht
Sindelfingen, Januar 2017

Erschienen in tax-i
Ausgabe Januar 2017

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  • Termine Januar/Februar
  • Doppelte Haushaltsführung: Eigener Hausstand in der elterlichen Wohnung
  • Abgasskandal: Autohaus zu Rückzahlung des Kaufpreises verurteilt
  • und weitere Themen
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Parken im Hotel und die Umsatzsteuer

Editorial zum tax-i September 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Parken im Hotel war schon immer teuer und wird es nach diesem Urteil wohl noch mehr:

Ein Hotel stellt Ihnen gegen entsprechende Bezahlung ein Zimmer zur Verfügung und Ihrem Auto einen Parkplatz. Eigentlich die normale Leistung eines Beherbergungsbetriebes. Jedoch unterliegen nur die unmittelbar der Beherbergung dienenden Übernachtungsleistungen in einem Hotel dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 %.

Denn der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Einräumung von Parkmöglichkeiten an Hotelgäste nicht zur Beherbergungsleistung gehört und somit dem Regelsteuersatz von 19 % zu unterwerfen ist. Das trifft auch dann zu, wenn für die Parkfläche kein gesondertes Entgelt berechnet wird. Wie die Aufteilung des Entgelts genau zu erfolgen hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Das Finanzgericht muss hierüber entscheiden.

Michael Heiss

Michael Heiss,
Steuerberater
Fachberater für internationales Steuerrecht
Sindelfingen, September 2016

Erschienen in tax-i
Ausgabe September 2016

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  • Termine September/Oktober
  • Änderungen von Arbeitsverträgen zur Nettolohnoptimierung
  • Das „Geschäftsherrenmodell“ im Korruptionsstrafrecht
  • und weitere Themen
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Kündigung von Bausparverträgen durch Bausparkasse

Editorial zum tax-i Juli 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

erneut hat das Oberlandesgericht Stuttgart der Klage einer Bausparerin gegen die Kündigung von Bausparverträgen durch die Bausparkasse stattgegeben.

Zwei Bausparverträge waren zuteilungsreif, Bauspardarlehen wurden aber nicht beansprucht. Das Gericht hielt die Kündigungen für unberechtigt und stellte fest, dass die Bausparkasse sich nicht auf die Rechtsnorm berufen kann, nach der ein Darlehensnehmer das Darlehen zehn Jahre nach dessen vollständigem Empfang kündigen könne.

Das Gesetz soll den Darlehensnehmer schützen, der dem Zinsbestimmungsrecht des Darlehensgebers ausgesetzt sei. Dieser Schutzzweck treffe auf das sog. Passivgeschäft der Bausparkassen nicht zu, weil diese die Vertragslaufzeiten in ihren Allgemeinen Bausparbedingungen selbst bestimmten.

Alexander Käser

Alexander Käser,
Steuerberater
Sindelfingen, Juli 2016

Erschienen in tax-i
Ausgabe Juli 2016

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  • Termine Juli/August
  • Sind Unfallkosten durch die Entfernungspauschale abgegolten?
  • Steuerhinterziehung „in großem Ausmaß“ – Herabsetzung der Wertgrenze
  • und weitere Themen
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